Montags In Der Sonne - Los Lunes Al Sol

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Montags In Der Sonne - Los Lunes Al Sol

Ein Film von Fernando León de Aranoa

Zum Film

Montags in der Sonne – Los Lunes Al Sol erzählt aufrichtig, berührend, mit großer Sensibilität und Zärtlichkeit und immer wieder umwerfend komisch von Freundschaft und Solidarität in schwierigen Zeiten. Von Menschen, die sich ihren Witz und ihre Würde nicht nehmen lassen und auf ihrem Recht bestehen, glücklich sein zu wollen. Eine intelligente, warmherzige Tragikomödie über den täglichen Kampf gegen Windmühlen, die fremden und die eigenen, und den unbändigen Willen, nicht klein beizugeben. Was ist heute für ein Tag?

Auf dem Filmfestival San Sebastian als Bester Film und beim Spanischen Filmpreis Goya in fünf Kategorien ausgezeichnet, avancierte Fernando León de Aranoas Montags in der Sonne – Los Lunes al Sol mit mehr als zwei Millionen Zuschauern zum Sensationserfolg in Spanien. Neben Luis Tosar, Nieve de Medina, José Angel Egido, Celso Bugallo, Enrique Villén, Serge Riaboukine und der Neuentdeckung Aida Folch brilliert als Primus Inter Pares eines großartig zusammen spielenden Ensembles Javier Bardem, bekannt vor allem aus Filmen von Pedro Almodóvar und für seine Oscar-nominierte Rolle in Julian Schnabels Before Night Falls.

Vigo, Hafenstadt im Norden der spanischen Atlantikküste. Die großen Zeiten der Schiffsindustrie sind vorbei, die Auseinandersetzungen um den Erhalt der Arbeitsplätze verloren. Die Werften liegen verlassen in bester Küstenlage. Bulldozer rollen an, um Platz zu schaffen für rentable Neubauten. Für die Werftarbeiter von einst hat längst ein anderes Leben begonnen.

Jeden Tag nimmt der arbeitslose Werftarbeiter Santa zusammen mit ehemaligen Kollegen die Fähre über die Bucht von Vigo. Da ist Lino, der kaum noch an eine neue Chance glaubt und doch die meiste Zeit in den Vorzimmern der Personalbüros verbringt, trotzig und nervös zwischen jugendlichen Mitbewerbern. José, mit knapp vierzig der Jüngste der Gruppe, kann sich nur schwer damit abfinden, dass seine Frau Ana mit ihrer Arbeit für das Familieneinkommen sorgt. Amador, der immer im Naval zu finden ist, der Kneipe des früheren Kollegen Rico. Amadors Frau ist fort, bei ihrer kranken Mutter, man weiß nichts Genaues. Sergej, der früher Kosmonaut in der Sowjetunion war, bevor es ihn nach Vigo verschlagen hat. Und Santa selbst, der trotzige Rebell mit der großen Klappe, ein Frauenheld mit Watschelgang, rüde und herzlich, der sich weigert, das Bußgeld für die bei den Protesten gegen die Werftenschließung eingeworfene Strassenlampe zu bezahlen. Alle zusammen reihen sich ein in die Schlange auf dem Arbeitsamt, treffen sich auf ein Glas in Ricos Bar, reden von damals und von heute, vom Leben, wie es ist, wie es wird, wie es hätte sein können.

Was passiert, wenn nichts passiert? Wenn man nichts zu tun hat? Dann geht es um Alles. Das Nichts wird zum Abenteuer. Entscheidungen müssen getroffen werden, so oder so, jeden Tag. Die grauen Haare schwarz färben, um jünger zu wirken? Beim eigenen Sohn Computer-Unterricht nehmen? Den mitleidigen Blick des Sachbearbeiters auf der Bank ertragen? Sich hinter der gekränkten Männerehre verstecken oder Ana unterstützen, die jeden Tag in der Fischfabrik steht? Sich mit Reina anlegen, der als Objektschützer beim Stadionumbau von Celta Vigo kostenlose Fußballabende garantiert? Die Entschädigung für die Straßenlampe bezahlen oder aufrecht die Haftstrafe antreten? Sehen, was Amador macht der schon seit Tagen nicht mehr in Ricos Kneipe aufgetaucht ist?

Montags in der Sonne – Los lunes al sol erzählt aufrichtig, berührend, mit großer Sensibilität und Zärtlichkeit und immer wieder umwerfend komisch von Freundschaft und Solidarität in schwierigen Zeiten. Von Menschen, die sich ihren Witz und ihre Würde nicht nehmen lassen und auf ihrem Recht bestehen, glücklich sein zu wollen. Eine intelligente, warmherzige Tragikomödie über den täglichen Kampf gegen Windmühlen, die fremden und die eigenen, und den unbändigen Willen, nicht klein beizugeben. Was ist heute für ein Tag?

Pressestimmen

"Scharf, temperamentvoll und intelligent: Ein Glücksfall!" DER SPIEGEL

"Montags in der Sonne' ist der zärtlichste, lustigste, poetischste Arbeitslosenfilm, de je gedreht wurde. Ein schmerzhaft leuchtendes Stück Kino!" DER TAGESSPIEGEL

"Wunderbar leicht zwischen Lachen und Trauer, Wut, Witz und Wirklichkeit. Eine Geschichte im Herzblut-Rhythmus, die so wunderschön dahinfließt, dass man sie nach dem ersten gleich ein zweites Mal sehen möchte." LEIPZIGER VOLKSZEITUNG

"Engagiert, unpathetisch, herzerfrischend. Muss man sehen." ZITTY

"Ein Arbeitslosen-Drama, das so aussieht, als hätte es Ken Loach mit viel Tequila inszeniert, oder als sei die englische Arbeitslosen-Posse 'Ganz oder gar nicht' noch einmal mit reichlich Tabasco gewürzt worden - mit wunderbaren Dialogen und einer szenischen Gestaltung, die souverän den weiten Spagat zwischen Humor und Tragik leistet. Ein großer, ein herziger Film. Das Wunder von Vigo." BERLINER MORGENPOST

"Das Wunderbare an diesem Film ist seine Gültigkeit, dieser Humor in melancholischen aber niemals sentimentalen Momenten der Niederlage. Diese Verlierer muss man einfach lieben!" AZ MÜNCHEN

"Spaniens Antwort auf 'Good Bye, Lenin'!" ARD KULTUR

"Und nun das. Ein filmisches Wunder! Ganz ernst und doch federleicht. Höchst amüsant und plötzlich wieder todtraurig. Eine emotionale Achterbahnfahrt, nach der man erschöpft und doch glücklich ist. Ich habe 'Montags in der Sonne' gleich zweimal gesehen - und würde auch noch ein drittes Mal hingehen. So ungewöhnlich reich in jeder Szene, so mutig, so stark ist dieser Film." ND

"Javier Bardem gehört zu jenen Schauspielern, die eine Augenbraue hochziehen und damit ein Erdbeben auslösen könnten." BERLINER ZEITUNG

"Bezaubernd mitfühlend, tieftraurig und lebensklug!" ARD TAGESTHEMEN

"Ein wundervoller Film, ein Drama, das als Komödie erst dramatisch wird. Und umgekehrt. Ein Kunststück also. Getrieben von einem großartigen Schauspieler-Ensemble liefert León de Aranoa hier die schönste und ergreifendste nicht in in England gedrehte Tragikomödie über Arbeit und Arbeitslosigkeit und vor allem über große echte Freundschaft ab - über prachtvolle, liebenswürdige Menschen. Ihre Schicksale, Gesichter, Blicke, ihr 'Trotzdem'. Ein Film wie ein glitzernder Reflex auf dem schmuddeligen Atlantik. Oder wie ein Montag in der Sonne." SÄCHSISCHE ZEITUNG

"Mitten ins Herz!" Kölner Express

"Mit viel Herz und Humor, ein Loblied auf die Solidarität mit fein ausgewogener Balance zwischen Tragik und Komik und einem großartigen Ensemble." HAMBURGER MORGENPOST

"So verschmitzt pathetisch, melancholisch, beherzt und lebensklug, tieftraurig und todkomisch wie schon lange nichts mehr im Kino!" PLAYER LEIPZIG

"Los lunes al sol ist ein großartiger Film, von befreiender Kraft und fließender Eleganz. Ein Film, der unterhält, bewegt, befreit, verführt, zum Lachen bringt, der an die Wurzeln von Freundschaft, Mitgefühl und Solidarität rührt. Auf der Grundlage eines wunderbaren, präzisen Drehbuchs begleitet Fernando León seine Protagonisten durch einen absurden Alltag, der um ein Zentrum des ‘Nichts’ kreist. Und gerade dieses ‘Nichts-passiert’ wird zum packenden, existentiellen Geschehen, zum Abenteuer. Javier Bardem überrascht immer wieder mit unerwarteten Facetten seines offenbar unerschöpflichen schauspielerischen Vermögens. Mit einer atemberaubenden Vorstellung sprengt er scheinbar mühelos die Grenzen der Kinoleinwand und setzt der großartigen Ensembleleistung dieses vibrierenden Films ein geniales Glanzlicht auf.” (EL PAIS)

"Der beste Film aus Spanien seit Almodóvars Hable Con Ella!" (LIBÉRATION)

"Dies ist ein kostenloser Vorschlag für alle, die das große Kino lieben, für Zuschauer mit Intelligenz und Sensibilität, die den Wert des Lachens und die Traurigkeit kennen, die wissen, dass das Leben ebensoviel Schönes wie Schreckliches bereit hält, die versuchen sich selbst zu respektieren und die die Konzepte von Solidarität und Rebellion noch nicht für überholt halten: Sehen Sie sich Los lunes al sol an! Machen Sie sich dieses Geschenk!
Wir brauchen Künstler wie Fernando León, die so kraftvoll und so menschlich, so direkt und subtil, so komisch und so traurig, so subversiv und so verständlich erzählen können. Los lunes al sol erzählt von Menschen, die niemals in Mode sein werden, weil ihre soziale, ihre berufliche, ihre gefühlsmäßige Verfassung die Arbeitslosigkeit ist – von der wir immer denken, dass sie immer nur die anderen trifft. Nicht nur der Auftritt von Javier Bardem begeistert in seiner wilden Mischung aus Unvernunft und Weisheit, Angeberei und Zärtlichkeit. Das ganze Ensemble ist ebenso großartig wie glaubwürdig. Am Ende kommt man aus dem Kino und weiß, dass es diese Verlierer unserer Gesellschaft weiter schwer haben werden. Aber sie haben ihren Regisseur gefunden. Los lunes al sol. Es la hostia.” (EL MUNDO)

"Ein Meisterwerk… Javier Bardem an der Spitze eines großartigen Ensembles in einem eindringlichen, unterhaltsamen, bewegenden Film!" (LA VANGUARDIA)

"Immer wieder überrascht die Leichtigkeit, mit der Fernando Leóns Film brillant zwischen Komödie und Drama wechselt und Situationen von umwerfender Komik schafft. Die Schauspieler in diesem Film sind perfekt. Aber was Javier Bardem macht, sprengt alle Grenzen.” (EL PERIÓDICO)

"Fernando León de Aranoa erzählt seine Geschichte mit scheinbarer Einfachheit, mit Menschen, die von innen heraus sprechen. Die Schauspieler dieses wunderbaren Films sind bis zur physischen Selbstverleugnung in ihren Figuren aufgegangen, vom Watschelgang Javier Bardems bis zum Proletengesicht Tosars. Und sie schaffen eine Verbindung, die im Film fast unmöglich ist, obwohl es sie im Leben doch immer gibt: die Verbindung von Lachen und Schmerz. Sie beugen das Drama den Gesetzen der Komödie, und Szenen, die eben noch unglaublich bitter waren, werden plötzlich mit unwiderstehlichem Lachen aufgefangen. Ein Film, der ganz wie die Strahlen dieser Montagssonne ein Glänzen in die Augen der Zuschauer zaubert.” (ABC)

"Mit großer Genauigkeit und Liebe, in der Tradition des sozial engagierten Erzählkinos... Doch die Einsicht in die Notwendigkeit eines sozialen Zusammenhalts wird hier ganz ohne Pathos oder aufgesetzte Moral vermittelt. Los lunes al sol ist, seinem ernsten Thema zum Trotz, bestes Unterhaltungskino!" (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG)

Regiestatement

UNTERHALTUNG UND ENGAGEMENT
EIN INTERVIEW MIT REGISSEUR FERNANDO LEÓN DE ARANOA

'Los lunes al sol' war in Spanien ein großer Kinoerfolg und hat eine Debatte über das Thema Arbeitslosigkeit ausgelöst. Ist 'Los lunes al sol' für Sie ein „politischer Film“?

Was ich mit Los lunes al sol versucht habe, ist das Porträt einer Gruppe von Menschen herzustellen. Indem wir erzählen, was diese Leute erleben, was mit ihnen geschieht, wird der Film zur Schilderung oder zur Widerspiegelung eines breiten sozialen Raums. Aber ich will keine Reden halten und keine Ideologien vertreten. Ich denke, dass das Kino beides sein kann, unterhaltsam und engagiert. Das ist im Leben auch nicht anders. Die Komödie folgt aufs Drama und umgekehrt. Das Lachen ist ein gutes Mittel, um schwierige Situationen zu überstehen. Vor allem für die erste Hälfte des Films wollten wir, dass das Publikum viel lachen kann, um sich mit den Protagonisten anzufreunden und mitzugehen. Ich habe beides gewollt, den Humor und die Härte, weil ich glaube, dass das Leben so ist. Das Kino kann diese Erfahrung aufgreifen. Ich denke, dass dieser Unterschied zwischen Unterhaltsamkeit und Reflektion nicht existiert. Vielleicht ist ein Film dann am unterhaltsamsten, wenn er dich zum Nachdenken bringt.

Sie sind bei Los lunes al sol, so wie bei Ihren früheren Spielfilmen, sowohl fürs Buch als auch für die Regie verantwortlich. Ist es ein Vorteil, beide Bereiche zu verbinden?

Das ist schwer zu sagen. Als Autor zu arbeiten, macht sehr viel Spaß. Ich versuche dabei, den Figuren so viel Aufmerksamkeit und Raum zu geben wie möglich. Letztlich sind es die Figuren, die mich im Kino interessieren, auch wenn ich selbst als Zuschauer im Kino sitze. Ich versuche eine emotionale Beziehung zu ihnen herzustellen. Ich will sie verstehen und wissen, was sie machen. Wenn eine Figur interessant ist, wenn sie Leben hat, dann hört sie auf, eine Figur zu sein, und wird menschlich. Ich glaube, seit mir das klar geworden ist, kommt mir das Schreiben so unterhaltsam und in gewisser Weise auch so einfach vor. Irgendwann kommt der Moment, in dem die Figuren dich beschenken. Sie sagen dir, wohin es geht und wohin nicht.

Mit der Regiearbeit habe ich später angefangen, fast aus Zufall. Ich wollte als Autor dazu lernen und habe deshalb 1994 bei meinem Kurzfilm Sirenas auch die Regie übernommen. Ich wollte sehen, wie das Buch umgesetzt wird, was passiert, wenn ein Dialog klemmt, wie sich die Länge der Szenen gestaltet. Dann hat mir die Arbeit am Set zu meiner Überraschung großen Spaß gemacht, und ich bin dabei geblieben. Ich denke, dass beim Schreiben und beim Drehen ein wesentlicher Punkt gleich ist. Jede Geschichte handelt von Personen, von Menschen. Sie müssen die Geschichte tragen und aushalten, die Glaubwürdigkeit des Films hängt von ihnen ab. Ich mag es sehr, aus dem Blickwinkel der Figuren heraus zu arbeiten und zu versuchen, ihnen ihre Freiheit, ein Eigenleben im Film zu lassen. Ich will sie als Autor nicht zu etwas zwingen, das sie nie machen würden.

Ein anderer Punkt in diesem Zusammenhang ist die Recherche. Als ich als Drehbuchautor anfing, habe ich wenig recherchiert. Ich dachte, ich könnte alles erfinden, dass alles im Bereich meiner Vorstellungskraft liegen würde. Mit der Zeit habe ich gelernt, welche Bedeutung die Recherche für ein gutes Buch hat. Ich halte sie heute für ungeheuer wichtig, um Emotionen zu wecken.

Wie sah die Rechere zu Los lunes al sol aus?

Letztlich geht es immer darum, neugierig zu sein und sich auf alles einzulassen, was mit dem Thema zu tun hat. Viel zu lesen, mit Leuten zu reden, mit Gruppen und Institutionen, die zum Thema arbeiten. Es gibt immer jemanden in der eigenen Umgebung, der gerade eine ähnliche Situation erlebt. Und wenn man auf die Zeitungsmeldung stösst, dass 90 Arbeiter einer Werft in Gijón entlassen worden sind und sich 300 Kollegen deswegen in der Fabrik verbarrikadiert haben, dann nimmt man den nächsten Zug und fährt dahin, um zu sehen, was passiert. Man muss sich hineinziehen lassen.

Los lunes al sol ist der Film, für den wir bisher am meisten recherchiert haben. Insgesamt hat die Recherche zwei Jahre gedauert. Viele Ereignisse, Informationen und Situationen aus dieser Zeit sind in die Geschichten des Films und die Dialoge eingeflossen. Wir haben viele Interviews mit Arbeitslosen in Madrid und Nordspanien gemacht, mit Psychologen, Soziologen und Leuten von der Arbeitslosenhilfe. Die ersten Aufnahmen für den Film sind in Gijón entstanden, während der Proteste gegen die Entlassung von Werftarbeitern. Die Arbeiter erlaubten uns, an ihren Versammlungen und Diskussionen teilzunehmen. Wir haben viel mit ihnen geredet, aber vor allem haben wir ihnen zugehört, um zu verstehen, wie sie ihr Leben und ihre Situation sehen.

Wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon viel geschrieben, Szenen aus dem Alltag von Arbeitslosen, was in den Familien passiert, was in denen vorgeht, die keine Arbeit haben, aber so erzogen sind, dass man eine haben muss. In Gijón haben wir das konkret mit dem Werftensektor verbunden. Wir entdeckten dort vieles andere, vor allem eine bestimmte Art über Arbeit zu reden, mit einem Respekt, den ich bis dahin noch nicht erlebt hatte. Wir sind auf die Bedeutung des Kollektivs, der Gemeinschaft gestoßen, den Wert der Arbeit als gemeinsames Gut, als etwas, das uns allen gehört und auf das wir aufpassen müssen, damit es nicht zerstört wird. Die Leute dort haben nicht von Jobs geredet, sondern von 'der Arbeit', in Großbuchstaben.'Die Arbeit' war das, was ihre Kinder später einmal erleben würden – kein konkreter Job. Einen Job kann man nicht vererben, aber ein bestimmtes Verständnis von Arbeit schon. Die Würde und die Bestimmtheit, mit der die Leute darüber gesprochen haben, waren beeindruckend.

Wirkt sich die Recherche auf die Dialoge aus?

Ich denke, die Arbeit an den Dialogen ist vor allem eine Frage der Aufmerksamkeit. Man kann überall wunderbare Dialoge hören, auf der Straße, in der U-Bahn, im Taxi, im Gespräch mit Freunden. Und man kann sich darüber klar werden, wie die Gespräche entstehen, wie die Sätze aufgebaut sind – und wie man sie wieder auseinander bauen kann. Das ist manchmal eine sehr musikalische Frage, eine Frage des Gehörs... Wenn ich Dialoge geschrieben habe, lese ich sie laut, wenn es die Szene verlangt, schreie ich sie auch. Das ist die einzige Möglichkeit, mit der man überprüfen kann, ob die Dialoge auf einer ersten Stufe funktionieren oder nicht. Der Moment der Wahrheit kommt dann später am Tisch, bei der ersten Leseprobe mit den Schauspielern.

Wie ist die Figur des Santa entstanden?

Letztlich setzt sich der Santa aus vielen verschiedenen Vorbildern zusammen. Während der Zeit in Gijón hat die Figur dann relativ klare Konturen angenommen. Außerdem hat natürlich Javier Bardem die Rolle stark mit seiner eigenen Sensibilität und Ausstrahlung geprägt. Ich denke, er hat dieses Gefühl, dem wir dort in Gijón begegnet sind sehr intensiv in sich aufgenommen, das Gefühl dieser Leute, die entlassen werden sollten und sich dagegen zur Wehr setzten.

Santa ist von allen Figuren im Film derjenige, der am stärksten mit dieser bestimmten Idee von Arbeit verbunden ist. Er möchte nicht irgendwas arbeiten, sondern das, was er gut kann. Er kann Schiffe bauen. Das möchte er nicht aufgeben. Das ist keine einfache Haltung. Er kämpft mit dem Konformismus, mit dem In-den-Tag-Hineinleben, sogar mit seinem Stolz. Bei allen seinen Macken ist er derjenige, der die anderen daran erinnert, dass sie eine Gruppe sind, dass sie zu einem Kollektiv gehören. Die Arbeit ist nicht nur eine Form, sich den Lebensunterhalt zu verdienen, sie ist eine Form der Verwirklichung. Dieser Begriff von Arbeit und das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer sozialen Klasse sind fast das einzige, was ihnen geblieben ist. Das wollen sie verteidigen.

Das Grundmotiv ist die Würde, bei allen Figuren. Bei Santa ist das eine grundsätzliche Haltung. Es geht vor allem darum, den anderen zu sagen: respektieren wir uns selbst. Mit Lino verhält es sich anders, er hat andere Lebensbedingungen, er hat Kinder. Er versucht seine Identität abzustreifen, weil ihm der alte Begriff von Arbeit nichts mehr zu nützen scheint. Er verkleidet sich, er zieht die Klamotten seines Sohns an, er will sich irgendwie anpassen. Santa vertritt das Gegenteil, er sagt zu Lino: „Du bist, wie du bist, und so müssen sie dich nehmen. Ob es ihnen gefällt oder nicht.“

Haben Sie schon während des Schreibens an Javier Bardem für die Rolle des Santa gedacht?

Nein. Javier war zwar der erste, der für die Besetzung feststand, aber wir hatten beim Schreiben keinen bestimmten Schauspieler im Kopf. Dann sah ich Before Night Falls, und nach der Hälfte des Films wusste ich, dass Javier der Santa sein würde, wenn er wollte. Ich denke, ich habe viel Glück gehabt mit ihm. Javier ist ein sehr gewissenhafter Schauspieler. Er hat zwei Seiten, eine analytische und eine sehr intuitive und leidenschaftliche. Für einen Regisseur ist es ein Geschenk, auf beides bauen zu können, die Leidenschaft und den Verstand.

Wie haben Sie mit den Schauspielern gearbeitet?

Zunächst habe ich ihnen bei allen möglichen Gelegenheiten von den Erfahrungen der Recherche erzählt und die Tonmitschnitte und Videoaufnahmen vorgespielt, die wir in dieser Zeit gemacht hatten. Vor allem haben wir viel miteinander geredet. Das Schwierigste in diesem Prozess war vielleicht, den Schauspielern dieses besondere Verständnis von 'Arbeit’ als Grundbestimmung der eigenen Identität nahe zu bringen, das die Figuren im Film haben. Dieses Verständnis kann man nicht für sich erfinden und aus sich herausholen, universelle Gefühle wie Ohnmacht oder Wut; man muss es begreifen und verinnerlichen.

Ein anderer wichtiger Punkt: Los lunes al sol ist ein ausgesprochener Ensemblefilm. Er musste so sein. Es ging nicht darum, heroische Figuren zu schaffen. Die Figuren sollten so normal und durchschnittlich sein wie jedermann, sie hatten sogar ein ausgesprochenes Recht darauf. Ich wollte realistische Figuren, mit ihren Stärken und ihren Schwächen. Der Ort, an dem sich alle treffen und austauschen, ist die Bar. Dort trösten sie sich auf eine bestimmte Art gegenseitig, sie streiten sich, sie lachen, sie sind sehr kritisch miteinander – weil sie Freunde sind. Die Bar ist der Ort, an dem sie als Kollektiv präsent sind. Der Film erzählt vom Kollektiv als einer Art Rettungsring.

In diesem Sinn habe ich versucht, gemeinsam mit den Schauspielern die Figuren zu entwickeln und mit Leben zu füllen. Alle im Team waren vollständig bei der Sache, die Schauspieler hatten einen engen Bezug zum Thema. Es erschien ihnen wichtig, dass man sich mit dem Thema Arbeitslosigkeit beschäftigt. Es war zu spüren, dass alle mit ihrer ganzen Kraft für diesen Film kämpften. Dieses Gemeinschaftsgefühl, um das es im Film geht, hat sich auf das Team und die Dreharbeiten übertragen.

Welche Bedeutung haben das visuelle Konzept und die Kameraarbeit für Sie?

Die filmische Seite ist mir sehr wichtig. Ich löse das Buch sehr sorgfältig auf und zeichne ein detailliertes Storyboard. Was ich versuche, ist, die Kamera möglichst unsichtbar zu machen, damit so wenig wie möglich zwischen der Geschichte und dem Publikum steht. Allerdings glaube ich sehr an die Funktionalität der Kamera. Vor kurzem habe ich einen Film von Ford gesehen, in dem es kein einziges Close Up gibt. Und heute sind wir verrückt nach Close Ups! Heute sehen wir ständig die Großaufnahme eines Fingers, der auf einen Knopf drückt. Warum? Wissen wir nicht mehr, wie man auf einen Knopf drückt? Ich glaube, ich werde immer rigoroser in solchen Dingen. Ich versuche den Film so zu gestalten, dass er dem Blickwinkel der Figuren entspricht.

Geht Los lunes al sol nach Ihren ersten beiden Filmen, Familia und Barrio, noch einen Schritt weiter in der Entwicklung einer Dramaturgie jenseits der klassischen Muster?

Ich betrachte das als Herausforderung. Von Film zu Film wird mir die Bedeutung der Figuren immer wichtiger, die Frage, ob wir die Typen da vorne auf der Leinwand wirklich kennenlernen, ob wir mit ihnen lachen oder uns ärgern, ob wir wissen wollen, was weiter mit ihnen passiert – und das ohne Sicherheitsnetz, ohne verwickelte Komplotte und Autorenkunststücke. Als Autor habe ich oft mit den klassischen Formen gerabeitet, mit Akten, Plots und Wendepunkten. Man läuft dabei Gefahr, nach vorgefertigten Mustern, reißbrettartig zu arbeiten. Es kommt mir immer mehr so vor, als würde die starre Fixierung auf eine solche Struktur die Erzählung erdrücken. Und damit wäre das Wichtigste verloren.

Vor kurzem war ich mit meinem siebenjährigen Neffen im Kino. Ziemlich am Anfang sah man den Helden mit seiner Armbrust hantieren, und kurz darauf sagte mein Neffe: Pass auf, der wird am Ende den und den mit der Armbrust töten, und zwar dort, und zwar so und so. Und es kam genau so! Wir Erwachsenen lassen uns vielleicht täuschen von dem ganzen Drumherum, das so ein Film veranstaltet, aber die Kinder sehen die Muster ganz klar. Nachdem ein Freund das Drehbuch von Barrio gelesen hatte, hat er mir prophezeit, dass die Leute aus dem Kino rennen würden, weil der erste Plotpoint erst sehr spät auftauchen würde. Aber mir war der erste Plotpoint egal, und der zweite auch. Ich wollte eine Geschichte erzählen. Wenn es mir gelingt, dass die Leute sich in den ersten 20 Minuten in diese drei Typen dort auf der Leinwand verlieben, dann bleiben sie im Kino. Weil sie wissen wollen, was weiter mit ihnen passiert. Natürlich muss man im Film mit einer ausgearbeiteten Struktur arbeiten. Aber ich versuche, das Gerüst, das die Geschichte trägt, so unauffällig, so unsichtbar wie möglich erscheinen zu lassen.

Wie haben Sie versucht, die Situation der Untätigkeit, des Wartens umzusetzen, die das Leben der Protagonisten bestimmt?

Der Rhythmus des Films war einer der Punkte, der uns am meisten beschäftigt hat. Wir reden von Leuten, die ohne Arbeit sind. Von Anfang an war klar, dass der Grundrhythmus der Geschichte sich an diesem In-den-Tag-Hineinleben orientieren und mit dem frenetischen Rhythmus, den die Erwerbsarbeit hat, wenig zu tun haben würde. Ein normaler Tag bedeutet: man hat nichts zu tun. Der Rhythmus des Films, das war klar, würde nicht unbedingt der schnellste sein. Das hat uns natürlich Sorgen gemacht, da die Gefahr der Langeweile damit verbunden war. Wir haben lange an dieser Idee von Rhythmus gearbeitet und versucht, unseren eigenen Begriff von Zeit mit reinzubringen. Wir sind davon ausgegangen, dass die Geschwindigkeit der Zeit stark von dem abhängt, der sie erlebt. Wenn du den ganzen Tag nichts zu tun hast, kann es so aussehen, als würde die Zeit langsamer vergehen. Das haben wir aufgegriffen und mit anderen Vorstellungen von Zeit zusammengebracht. Im Film kommen deshalb z.B. ständig Uhren vor, nicht zuletzt die Wanduhr bei José, die rückwärts läuft.

Hat der Erfolg des Films in Spanien gezeigt, dass die Leute ein Bedürfnis nach Wirklichkeit im Kino haben?

Es sind die Geschichten, die mich interessieren, Kinogeschichten, die mit der Wirklichkeit zu tun haben. Meine bisherigen Filme haben alle ein Eigenleben in ganz anderen Bereichen und Aktivitäten als dem Kino entwickelt, unabhängig von der kommerziellen Auswertung. Barrio lief z.B. oft in Stadtteilzentren, in denen sich die Jugendlichen aus dem Viertel trafen. Und Los lunes al sol hatte tatsächlich eine gewisse Wirkung in der spanischen Öffentlichkeit. Der Erfolg im Kino war so groß, dass viel über den Film und das Thema der Arbeitslosigkeit gesprochen wurde. Ab einem bestimmten Moment kam der Film nicht nur im Feuilleton, sondern auch in der politischen Berichterstattung und in den Talkshows vor. Natürlich kann ein Film das Problem der Arbeitslosigkeit nicht lösen, aber ich glaube, er hat dazu beigetragen, dass eine Debatte entstand. Ich denke, dass das ein Erfolg ist: Mit dem Film eine Debatte anzustossen, über ein Thema, das sonst im Kino kaum vorkommt.

Haben Sie den Film den Werftarbeitern gezeigt, die Sie bei der Recherche kennen gelernt hatten?

Das war das erste, was wir gemacht haben, als der Film fertig war. Wir sind nach Gijón gefahren und haben den Arbeitern, mit denen wir damals zusammen waren, den Film gezeigt. Das war in einem großen Saal in Gijón, es waren 2.000 Leute da, Werftarbeiter, Hilfsarbeiter, Arbeitslose. Javier Bardem und zwei andere Schauspieler waren mitgekommen. Wir waren sehr nervös, weil das Publikum die Situation, um die es ging, genau kannte. Aber es wurde eine unglaublich bewegende Erfahrung. Besser als die ganzen Filmpreise, als die Goya-Verleihung, besser als alles, was ich sonst mit dem Film erlebt habe. Die Leute dort hatten das Gefühl, dass der Film auf ihrer Seite steht, dass er sie unterstützt. Sie haben ihn als Hommage verstanden.

Gibt es Hoffnung in 'Los lunes al sol'?

Ich hoffe sehr! Von Anfang an war das meine Absicht, dass der Film am Ende eine Tür offen lässt, ausgehend von der Freundschaft, vom Vertrauen Santas in seine Kollegen, ins Kollektiv, von seiner Beharrlichkeit, mit der er die anderen daran erinnert, wer sie sind, woher sie kommen, wozu sie gehören. Natürlich wissen die anderen das auch, aber manchmal sind ihre Umstände so hart, dass sie es vergessen oder vergessen müssen. Diese Sehnsucht nach Luft, nach Hoffnung wollten wir schon im Titel anlegen, Montags in der Sonne. Wir haben den Titel immer als eine hoffnungsvollere Möglichkeit gesehen, um 'Arbeitslosigkeit' zu sagen. Ich denke, dass die Hoffnung auch im Humor steckt, im Widerstand der Figuren gegen den Verlust ihrer Identität. Ich glaube, das muss auch so sein. Wir sind alle ein wenig zur Hoffnung verpflichtet.

SANTA IST EIN EXTREMIST
DREI FRAGEN AN JAVIER BARDEM

Wie sind Sie an Ihre Rolle heran gegangen?

Es ist nicht so leicht, über diese Rolle zu sprechen. Viele Menschen befinden sich in der Situation von Santa. Wir reden nicht nur über eine Filmfigur, sondern ganz schnell über wirkliche Menschen. Ich bin mit großem Respekt an diese Rolle gegangen. Und es hat mir Sicherheit gegeben, dass Fernando León diesen Film gemacht hat. Ich wusste, dass er sehr präzise und aufmerksam ist. Im Übrigen war der Santa genau wie die anderen Figuren im Buch sehr lebendig ausgeführt. Ich habe viel mit Fernando gesprochen und Vorschläge gemacht. Es war eine wunderbare gemeinsame Arbeit.

Wie würden Sie Santa beschreiben?

Santa ist vor allem jemand, der seine Identität bewahren will. Davon erzählt der ganze Film: dass man nicht nur arbeitet, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen, sondern auch um sich eine Identität und einen Platz auf der Welt zu schaffen. Wenn man seine Arbeit verliert, gerät das in Gefahr. Vielleicht entwickeln sich die Dinge einmal anders: dass man als Mensch respektiert wird und nicht nur für das, was man tut oder vorgibt zu tun.

Wie war die Arbeit mit Fernando León?

Fernando gehört zu den Leuten, die sich ihrer Begabung eigentlich nicht bewusst sind. Er schreibt ein Drehbuch über Arbeitslose, weil er sich zwei Jahre damit beschäftigt hat. Er tut das sehr aufrichtig, mit einem echten Sinn fürs Gemeinsame. Darum geht es im Film: was es heißt, miteinander verbunden zu sein. In diesem Sinn ist Santa ein Extremist. Auf der einen Seite trägt er wenig Verantwortung, er hat keine Familie und muss sich um niemanden kümmern. Auf der anderen Seite tut er genau das: er zweifelt, er fragt, er hört zu, er kümmert sich. Wir alle gehen durch die Welt, ohne groß an die anderen zu denken. Aber diese Haltung entspricht nicht der menschlichen Natur. Darüber muss man sich klar werden. Ich bin sehr glücklich, dass Leute wie Fernando diese Wirklichkeit aufgreifen und den Blick dafür schärfen.


ANAS HOFFNUNG
DREI FRAGEN AN NIEVE DE MEDINA

Was war Ihr erster Eindruck beim Lesen des Drehbuchs von Los lunes al sol?

Ich fand den Hintergrund der Geschichte sehr realistisch und hart. Das Buch hat mich sehr bewegt. Aber auch in den schwierigsten Momenten steckt Ironie. Um ehrlich zu sein, ich habe auch viel gelacht beim Lesen. Ich glaube, in diesem Aspekt steckt die Intelligenz von Fernando als Autor. Mit ihm zu arbeiten war ein Luxus. Solche Filme werden einem alle 10 Jahre einmal angeboten.

Wie war die Arbeit mit Javier Bardem?

Noch ein Luxus. Mit Javier zu arbeiten, ist immer ein Geschenk. Es ist wunderbar, ihn bei der Arbeit zu sehen. Wir haben viel zusammen erlebt, er ist immer da, an deiner Seite, um dich zu unterstützen. Javier ist das Kraftzentrum des Films.

Wie sehen Sie Ihre Figur der Ana?

Ana bewegt sich parallel zu den Hauptfiguren, zu José, Santa und Lino. Sie hat einen eigenen Konflikt, und auf gewisse Weise ist sie die Protagonistin der Geschichte. Sie kämpft darum, alles hinter sich zu lassen, wegzugehen, ein Haus zu kaufen, ein ziemlich normales Leben zu führen. Ich habe die Ana immer mit dieser Hoffnung gesehen, neu anzufangen. Ich denke, diese Hoffnung ist eine der Botschaften von Los lunes al sol. Weil es fast immer eine Möglichkeit gibt, sein Leben, sein Schicksal zu verändern. Diese Hoffnung teilt Ana mit Santa.


DIE ZUSCHAUER SIND KEINE IDIOTEN
EINE FRAGE AN DEN PRODUZENTEN ELÍAS QUEREJETA

Braucht das Kino mehr realistische Filme?

Alle Filme, die auf irgendeine Art die Wirklichkeit zeigen, sind wichtig. Ich habe immer Filme produziert, die sich damit beschäftigen, die ihre Figuren, die die Menschen ernst nehmen, sie als wertvoll, als ebenbürtig betrachten. Es gibt viele Leute, die meinen, die Zuschauer seien Idioten, dass wir Müll für Idioten produzieren sollten. Ich habe immer geglaubt, dass die Zuschauer so sind wie ich. Also will ich Filme machen, die mir gefallen. Filme, die bewegen, die einen zum Nachdenken bringen, z.B. über die Lebensumstände bestimmter Mitbürger, die genau so wichtig und wertvoll sind wie wir.

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