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Mit IKEA nach Moskau
Ein Film von Michael Chauvistré
D 2001, 35mm, Farbe, 1:1.85, 90 min.

Synopsis
Manuela und Ulf sind Mitarbeiter des schwedischen
Möbelgiganten IKEA. Sie stammt aus dem Osten Deutschlands,
er aus dem Westen. Bei IKEA in Berlin-Spandau haben sie sich
ineinander verliebt. Der erste Kuß kurz vor Feierabend,
dann ging alles sehr schnell. Sie lösten sich aus ihren
alten Beziehungen und beschlossen, gemeinsam etwas Neues zu
beginnen. In dieser Zeit kam das Angebot, in Moskau am Aufbau
der ersten russischen IKEA-Filiale mitzuarbeiten. Manuela und
Ulf sagten zu. Zusammen mit Manuelas 14jährigem Sohn Robert
zogen sie nach Moskau. Die Unternehmensphilosophie des Möbelhauses
will das Gemeinschaftsgefühl unter den Mitarbeitern fördern,
eine IKEA family schaffen. Jeder soll sich für das Wohl
und Werden des Konzerns verantwortlich fühlen. „Wir
leben mit IKEA“, sagt Manuela. Die Freunde sind gleichzeitig
Kollegen, die abendlichen Gespräche kreisen um die Firma,
schon gar in Moskau, wo Kontakte zur einheimischen Bevölkerung
rar sind.
Der Neuanfang von Ulf und Manuela birgt Schwierigkeiten.
Die russische Sprache ist kompliziert, Unternehmungen außerhalb
der Arbeit sind selten. Robert hat kaum Freunde in Moskau,
seine Zeit verbringt er meist mit Erwachsenen oder allein vor
dem Computer. Am Eröffnungstag hilft er bei IKEA aus.
Die anderen Kinder des Paares leben in Deutschland. Ulf träumt
davon, eines Tages mit allen gemeinsam zu leben. Zur Zeit sind
emails das Mittel, um in Kontakt zu bleiben. Der Eröffnungstag
der Moskauer Filiale nach über einem Jahr Vorbereitung
wird zum Höhepunkt ihres Lebens in Moskau. Mehr als 37.000
Menschen bescheren IKEA einen Besucherrekord in der Firmengeschichte.
Die Bleistifte gehenus, die Regale werden mit dem aufgefüllt,
was im Lager gerade greifbar ist. Robert verteilt Infoblätter,
und der Konzernchef Ingvar Kamprad hilft Manuela hemdsärmelig
beim atemlosen Verpacken der Ware.
Sensibel, humorvoll, klug, mit großem
Gespür für Menschen und Situationen erzählt
Filmemacher Michael Chauvistré von kleinen Träumen
und der großen Sehnsucht, von ganzheitlichen Firmenphilosophien
und vom Mysterium der Einzelteilmontage, von Moskau, Berlin
und der Liebe in den Zeiten des Billy-Regals. Ohne belehrenden
Kommentar läßt der Film die kleinen Dinge von den
großen erzählen. Mit IKEA nach Moskau wurde von
Februar bis März 2000 in drei Phasen gedreht. Das kleine
Drehteam – Michael Chauvistré führte selbst
die Kamera, dazu kamen Tonmann und Übersetzer – ermöglichte
es, nahe und flexibel am Geschehen und den Protagonisten zu
sein. Für den fulminaten Showdown des Eröffnungstages
wurde ein zweites Drehteam engagiert, das sich im schier unübersehbaren
Strom der Kunden auf einige wenige konzentrierte.
Top
Credits
Regie, Buch, Kamera: Michael Chauvistré,
Schnitt: Dorothea Brühl, Felix Haß, Ton: Marc Parisotto,
Peter Tichawsky, Max Vornehm, Second Unit: Stefan Tolz, Regieassistenz:
Sergij Kalanty, Produktionsleitung: Undine Simmang, Musik:
Georg Fischer, Christoph Seil, Claudius Dreilich, Redaktion:
Cooky Ziesche, Produzenten: Michael Chauvistré, Sven
Boeck
Eine Produktion von KOPPFILM in Brandenburg,
KOPPMEDIA, HAPPY ENDINGS FILM, ORB und ZDF/Das kleine Fernsehspiel,
Produktion gefördert durch die MDM – Mitteldeutsche
Medienförderung und den FilmFernsehFonds Bayern
Verleih gefördert durch die MDM
Top
Download
Interview
mit Michael Chauvistré als pdf (0.1 MB)
Produktionsnotizen
als pdf (0.1 MB)
Die
Stadt, der Film und die Firma als
pdf (0.1 MB)
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