SEHNSUCHT

Pressestimmen

„Die wuchtige, fast Shakespearsche Konsequenz dieses bezwingenden und niemals sentimentalen Liebesdramas fängt Valeska Grisebach in einer bezaubernden, komischen Schlussszene auf. Ihr überwältigend ehrlicher Film zur deutschen oder internationalen Realität emotionaler Defizite wird dem Zuschauer lange in Erinnerung bleiben. Eine Preziose im Kinoalltag!“ AZ MÜnchen

„So verletzlich, dieser Film, und so stark doch auch. Ein Pulsieren ist da, das nicht aus dem Filmemachen kommt, und sofort verbündet es sich mit etwas mit dir, das nicht aus dem Filmezuschauen kommt. Sehnsucht eben. Hochtauchen jetzt, sich wegdrehen, und Abspann. Einen Augenblick allein sein, bevor jemand was sagt. Nichts schöner als das.“ Der Tagesspiegel

„Einer der schönsten deutschen Filme der letzten Jahre. Ein kleines Meisterwerk, ein Liebesfilm: wehmütig, ehrlich und einfach nur schön.“ Deutschlandradio

„Und dann auf einmal, wenn man glaubt, alles sei jetzt vorbei, weil die Geschichte ein trauriges Ende genommen hat, da dringt auf einmal ein kleiner Sonnenstrahl durch die dichte Wolkendecke und sorgt für eine spielerische Leichtigkeit. Der Film verwandelt sich. Ob er damit nun moralische Fabel, Parabel, Märchen oder ein Liebesfilm wird – egal. Entscheidend ist, dass es diesen Schluss gibt: er berührt einen – und ist zugleich meilenweit entfernt von jeder Gefühligkeit.“ Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

„Ein Ausnahmefilm, ein unaufdringlicher, märchenhafter, realistischer, romantischer, wahrhaftiger, fantasievoller, ein ausgesprochen kluger Film mit großen Gefühlen und einem berückend erstaunlichen Ende. Auch wenn es hier die begeisterte Stimme der berüchtigten Kritik ist, die rät: Gehen Sie, sehen Sie diesen Film!“ Schnitt Filmmagazin

„Ein herzzerreißender Liebesfilm.“ Die Welt

„Mit Grisebachs unscheinbarem Helden, der doch nur alles richtig machen möchte und dessen Leben sich so schicksalhaft verheddert, stolpert auch der Zuschauer in diese besondere Art von Wirklichkeit, die es immer noch viel zu selten im deutschen Kino gibt. Diese Wirklichkeit ist geräumig genug, um den Alltag der Figuren mit einer ganz großen, fast antikischen Geschichte von Liebe und Tod zu verbinden. Bei Grisebach besitzt sie eine Schärfe, bei der man sich die Augen reiben möchte. Es ist schon verstörend, wie das alles passt, wie in Sehnsucht jede Geste, jeder Blick das richtige Maß findet. Wie nah diese drei Darsteller einem kommen... so geheimnisvoll, dass man ihnen mit atemloser Spannung zuschaut.“ Die Zeit

„Andreas Müller verkörpert den Markus mit ungeheurer Wucht: ein schauspielerisches Meisterstück.“ Film-dienst

„Sehnsucht ist einer der ganz großen Glücksfälle des deutschen Kinos, ist er doch von einer Authentizität und Aufrichtigkeit, die bisweilen den Atem stocken lässt, von der wirklich genialen Schlussidee, die hier natürlich nicht verraten wird, ganz zu schweigen.“ Hamburger Abendblatt

„Ein kleines Wunder, ein Film, wie man ihn sich erträumt, ein stilles, konzentriertes Kino, das viel zu selten geworden ist.“ Süddeutsche Zeitung

Sehnsucht ist ein Spielfilm, wie man ihn selten sieht, wie man ihn vielleicht sogar noch nie gesehen hat, jedenfalls nicht im Kinodeutschland der vergangenen Jahre. Valeska Grisebach deutet nicht, ja, sie wertet noch nicht einmal – sie führt vor Augen, und das ist das Tiefgründige, das so anrührend Authentische an Sehnsucht.“ Kölner Stadtanzeiger

„Sehnsucht war das Ereignis der diesjährigen Berlinale, der Film, mit dem keiner gerechnet hatte. Plötzlich diese Brandenburgusche Elegie, diese Allegorie über die Liebe, die so leise daherkommt, dass wir am Ende ganz betäubt dastehen vom Dröhnen dieser Stille, die ein Schweigen aus lauter Überfülle ist. Da sehen wir sie, die ‚Blaue Blume’ der Romantiker, die unbestimmte Sehnsucht, die an uns zieht und zerrt. (...) Es ist die Glaubwürdigkeit der drei Hauptdarsteller, die Sehnsucht zu so einem besonderen Film macht, den man sehen sollte, weil er so gänzlich anders ist als das, was wir sonst so, auch an guten Filmen, zu sehen bekommen. Sehnsucht ist im besten Sinne ein naiver Film, der Unschuld nicht nur behauptet, sondern mitten aus ihr heraus entstanden ist. Das trägt diesen Film.“ Neues Deutschland

„Hier entsteht eine Tiefe der Gefühle, von der Regisseure von Hochglanz-Melodramen nur träumen können. Und das Ende dieses wunderbaren Films ist schier unglaublich.“ Choices Köln

„Valeska Grisebach betrachtet die Oberfläche der Dinge, die kleinen, bangen Gesten ihrer Protagonisten so lange, bis all das Belanglose ein Geheimnis, eine Wahrheit offenbart. Ihre Darsteller mögen keine ausgebildeten Schauspieler sein, aber sie zeigen so bestürzend viel Wahres in ihren Rollen, dass auch dem Zuschauer die Luft wegbleibt, wenn er sie anschaut. Manchmal denkt man, das ist Neorealismus. Oder man erinnert sich an die Wirklichkeitsnähe in Andreas Dresens Halbe Treppe oder Sommer vorm Balkon. An die Stille in Christian Petzolds nomadischem Berlinfilm Gespenster. Aber Valeska Grisebachs Einfachheit ist nicht minimalistisch, sie hat mimetischen Zauber. Markus wird sein eines Leben als Schlosser in Zühlen zu klein, und er kann doch nicht aus seiner Haut. Ebenso wird es den Bildern gleichsam zu eng in dieser Welt, die Gefühle und Sehnsüchte dieser unscheinbaren Menschen sprengen das Format. Das Schnöde, das Spröde wird schön auf diese Weise – und ist doch nicht stilisiert. Man sieht das nicht oft im Kino.“ Der Tagesspiegel

„Einer der großartigsten Momente in diesem Film ist jene Szene, in der der Hauptdarsteller Andreas Müller allein vor sich hintanzt, völlig selbstvergessen zu Robby Williams Feel. Ein Augenblick, in dem das Kino ganz bei Sinnen ist – es gibt ihn tatsächlich, diesen deutschen Frühling, ein Kino, durch dessen Venen sehr, sehr viel Leben fließt.“ Süddeutsche Zeitung

„Die wunderbare Leerstelle von Sehnsucht, das schwarze Loch zwischen Robbie Williams Feel und dem Erwachen im fremden Bett, bildet genau diesen Moment ab, in dem man zwischen Wachen und Traümen dämmert und alles möglich scheint. Die Sehnsucht bleibt bei Valeska Grisebach namenlos, zugleich ist ihr Film selbst Ausdruck einer Sehnsucht, die so alt ist wie das Kino.“ Frankfurter Rundschau

 

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