Martin Eden

VORAUSSICHTLICH AB 20. MAI 2021 IM KINO!

Martin Eden

Ein Film von Pietro Marcello

Pietro Marcello hat Jack Londons autobiografisch gefärbten Roman ins Neapel des frühen 20. Jahrhunderts versetzt und verwebt Martin Edens bewegende Geschichte mit den politischen Prozessen Europas des 20. Jahrhunderts – in einer bildgewaltigen Textur, die Neapel und die Konfrontation gesellschaftlicher Klassen so spürbar werden lässt, wie man es jüngst nur von Elena Ferrante kannte.

»Ein mitreißendes, dunkles, wunderschönes Melodram, eine „éducation amoureuse et politique“ unter der Sonne Süditaliens … pures, wirkliches Kino!« LE FIGARO

»Luca Marinelli ist eine Naturgewalt, in jeder Szene.« THE HOLLYWOOD REPORTER

»Ein Film von absoluter Schönheit, in perfekter Balance zwischen politischem Film, epischem Drama und Liebesgeschichte.« ESPINOF

Zum Film

Als sich der Matrose Martin Eden in die großbürgerliche Elena Orsini verliebt, ist ihm klar, dass sein Charme allein nicht reicht, um ihr Herz und das ihrer Eltern im Handstreich zu erobern. Ungestüm beginnt er, seine bescheidene Bildung zu erweitern. Er liest, was ihm in die Finger kommt, von Baudelaire bis Herbert Spencer. Hat er vorher schon bisweilen geschrieben,wird das Schreiben nun seine ganze Leidenschaft.

Kaum einer glaubt an Martin, selbst Elena verfolgt seine Arbeit mit nachsichtiger Herablassung. Das ändert sich erst, als er dem Bohemien und Sozialisten Russ Brissenden begegnet, der sein ungeheures Talent erkennt – und die Gefahren, die auf ihn warten. Ist die Liebe eine klassensprengende Kraft? Kann Martin, der Proletarier, in die Sphären des Großbürgertums aufsteigen, ohne sich selbst zu verleugnen? Wie muss man schreiben, um auch im Moment des Erfolgs bei sich zu sein? Für wen?

Martin Eden ist jung. Er will Schriftsteller werden. Er will Elena lieben. Er will ihre Welt erobern.

Regisseur Pietro Marcello hat Jack Londons autobiografisch gefärbten Roman ins Neapel des frühen 20. Jahrhunderts versetzt und verwebt Martin Edens bewegende Geschichte mit den politischen Prozessen Europas des 20. Jahrhunderts – in einer bildgewaltigen Textur, die Neapel und die Konfrontation gesellschaftlicher Klassen so spürbar werden lässt, wie man es jüngst nur von Elena Ferrante kannte.

«Martin Eden», uraufgeführt im Wettbewerb in Venedig, wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Platform Prize in Toronto, dem Regiepreis in Ghent und als bester Film in Sevilla. Hauptdarsteller Luca Marinelli gewann mit seiner mirreißenden Performance in Venedig 2019 den Coppa Volpi als Bester Schauspieler.


Martin Eden

Martin Eden … Luca Marinelli
Elena Orsini … Jessica Cressy
Margherita … Denise Sardisco
Nino … Vincenzo Nemolato
Maria … Carmen Pommella
Matilde Orsini … Elisabetta Volagoi
Bernardo Fiori … Marco Leonardi
Giulia Eden … Autilia Ranieri
Signor Orsini … Pietro Raguso
und Carlo Cecchi als Russ Brissenden

Regie … Pietro Marcello
Buch … Maurizio Braucci, Pietro Marcello
Montage … Aline Hervé und Fabrizio Federico
Bildgestaltung … Francesco Di Giacomo und Alessandro Abate
Art Director … Tiziana Poli
Casting … Stefania De Santis
Costumes … Andrea Cavalletto
Hair Stylist … Daniela Tartari
Make Up Artist … Dorothea Wiedermann
Archivrecherche … Alessia Petitto
Score … Marco Messina & Sacha Ricci (ERA) und Paolo Marzocchi
Sound … Stefano Grosso
Re-Recording Mixer … MICHAEL KACZMAREK

Executive Producer … Dario Zonta, Alessio Lazzareschi und Michel Merkt
Produzent*innen … Pietro Marcello, Beppe Caschetto, Thomas Ordonneau, Michael Weber und Viola Fügen

Eine Produktion von Avventurosa, Ibc Movie mit Rai Cinema in Koproduktion mit Shellac Sud und Match Factory Productions in Koproduktion mit Bayerischer Rundfunk in Verbindung mit arte Gefördert von MIBAC – Direzione Generale Cinema, Film Commission Regione Campania, Regione Lazio - Fondo Regionale Per Il Cinema E L’Audiovisivo, L’Aide Aux Cinémas Du Monde – CNC, Mitteldeutsche Medienförderung, Fondo Bilaterale Per Lo Sviluppo Di Opere Cinematografiche Italo-Francesi, Region Sud Provence Alpes Côte d’Azur

Im Verleih der Piffl Medien Verleih gefördert von Creative Europe Programme – Media und
Mitteldeutsche Medienförderung (MDM)

Italien / Frankreich / Deutschland 2019, 129 min, 1.85:1, gedreht auf 16mm, DCP 2K, Sound: 5.1

Pressestimmen

Ein Film von absoluter Schönheit, in perfekter Balance zwischen politischem Film, epischem Drama und Liebesgeschichte.
ESPINOF

Luca Marinelli ist eine Naturgewalt, in jeder Szene.
THE HOLLYWOOD REPORTER

Ein Gesamtkunstwerk, ein cinematografischer Hurrikan… Wie das nur bei den ganz großen Kunstwerken der Fall ist, gründet sich «Martin Eden» auf einem doppelten Impuls auf: das gesamte Potentials seines Mediums zu nutzen (in diesem Fall die Sprache des Kinos) und gleichzeitig tabula rasa zu machen und sich von jedem Konventionalismus zu befreien. Großes Kino!
FOTOGRAMAS

Luca Marinelli ist atemberaubend. AWARDS DAILY

Ein mitreißendes, dunkles, wunderschönes Melodram, eine „éducation amoureuse et politique“ unter der Sonne Süditaliens ... In der komplexen Hauptfigur, ihrem rauen Charme, ihrer intimen Eleganz, ihrem unauflösbaren Außenseitertum werden die Themen des Films sinnlich spürbar, Bildung, soziale Klassen, politisches Engagement, die Frage von menschlicher und künstlerischer. Pietro Marcello hat den Roman von Jack London nicht adaptiert: Er hat ihn transformiert, er hat etwas Eigenes geschaffen, reines, wirkliches Kino.
LE FIGARO

Ein Film von einzigartiger Schönheit.
ELLE

Traumhaft schön, mitreißendes, klassisches Kino, mit einer spektakulären Performance von Luca Marinelli.
LOS ANGELES TIMES

Regiestatement

REGIEKOMMENTAR

«Martin Eden» erzählt unsere Geschichte, die Geschichte von Menschen, die keinen Zugang zur Bildung hatten, nicht in ihren Familien, nicht in der Schule, wohl aber auf der Straße. Es ist ein Roman über die, die sich alles selbst beibringen, die an Bildung als Mittel der Emanzipation glaubten, aber auf irgendeine Weise davon enttäuscht wurden. Wenn man genauer hinsieht, erzählt «Martin Eden» jedoch nicht nur die Geschichte eines jungen Proletariers, der sich in ein Mädchen aus einer höhreren sozialen Klasse verliebt und davon zu träumen beginnt, Schriftsteller zu werden. Sondern er entwirft auch das Porträt eines erfolgreichen Künstlers (ein schemenhaftes Selbstporträt von Jack London), der unweigerlich das Gefühl für seine eigene Kunst verliert.

Wir haben den Roman Jack Londons auf eine freie Weise interpretiert und «Martin Eden» als ein Fresko genommen, das die Verwerfungen und Grausamkeiten des 20. Jahrhunderts vorausgesehen hat, ebenso wie seine entscheidenden Themen: das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft, die Rolle der Massenkultur, den Klassenkampf...

Im Film stehen am Beginn dieser Parabel vom unglückseligen Helden Archivaufnahmen des italienischen Anarchisten Errico Malatesta, der Film zieht Parallelen zu Leben und Werk der „Poètes maudits“ Ende des frühen 20. Jahrhunderts, von Vladimir Majakovskij bis zu Stig Dagerman und Nora May French. Wir stellten uns einen Martin vor, wie er das 20. Jahrhundert durchquert, oder vielmehr eine Verdichtung, eine traumhafte Transposition davon, ohne Zeitgrenzen, nicht länger im Kalifornien des Romans, sondern in einem Neapel, das jede Stadt sein könnte, überall auf der Welt.

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