IGOR LEVIT. NO FEAR

Kinostart: 06.10.2022

IGOR LEVIT. NO FEAR

Ein Film von Regina Schilling

Zum Film

Igor Levit, Mitte drei�ig, ist ein Ausnahmek�nstler im mitunter etwas gediegenen Universum der klassischen Musik. Er will mehr als konzertieren – und gleichzeitig sind es seine einzigartigen, intensiven Konzerte, in denen er ganz bei sich zu scheint. Mit acht Jahren kam er mit seiner Familie als j�discher Einwanderer russischer Abstammung nach Deutschland. Seit er auf den gro�en B�hnen steht, meldet er sich immer wieder �ffentlich und politisch zu Wort - eine �berlebensstrategie, die er in seinem Leben und in seiner Musik verfolgt. Er f�llt die gro�en Konzerts�le rund um die Welt und spielt bei Eisesk�lte im Dannenr�der Forst aus Protest gegen dessen Rodung. Er legt die gefeierte Aufnahme aller Beethoven-Sonaten vor und widmet sich dann Schostakowitsch und Ronald Stevensons atemberaubender „Passacaglia on DSCH“. Er schl�gt die Br�cke vom Alten zum Neuen, von der Musik zur Welt, dorthin, wo die Menschen sind.

IGOR LEVIT - NO FEAR begleitet den Pianisten bei der Erkundung seines „Lebens nach Beethoven“, bei der Suche nach den n�chsten Herausforderungen, nach seiner Identit�t als K�nstler und Mensch. Wir beobachten Levit bei der Aufnahme neuer Werke, seiner Zusammenarbeit mit seinem kongenialen Tonmeister Andreas Neubronner, mit Dirigenten, Orchestern und K�nstlern, seinem intensiven Eintauchen in die Musik, seiner Hinwendung zum Publikum, diesem unwiderstehlichen Wunsch zu teilen. Dann bremst Covid dieses Leben unter st�ndiger Hochspannung von einem Tag auf den anderen aus. �ber 180 gebuchte Konzerte in der ganzen Welt werden abgesagt. In dieser Situation des unfreiwilligen Stillstands ist Levit einer der ersten, der erfinderisch wird und mit seinen allabendlich gestreamten Hauskonzerten eine musikalische Lebensader zwischen sich und seinem Publikum auf Instagram und Twitter aufbaut. W�hrend dieses Prozesses entdeckt er eine neue Freiheit, abseits der Zw�nge des Tourneebetriebs, der Ver�ffentlichungen und der Vermarktung.

IGOR LEVIT - NO FEAR ist das inspirierende Portr�t eines K�nstlers auf seinem Parcours zwischen traditioneller Karriere und neuen Wegen in der Welt der Klassik, dem Impuls des politischen Engagements und der st�ndigen k�nstlerischen Herausforderung, zwischen Kontemplation und Bewegung. Immer wieder nimmt sich Filmemacherin Regina Schilling dabei die Zeit, Igor Levits Musik zuzusehen und zuzuh�ren und der Faszination, dem Geheimnis jenseits der Worte Raum zu geben.

IGOR LEVIT – NO FEAR
Ein Film von Regina Schilling

Mit Igor Levit, Andreas Neubronner, Franz Welser-M�st, Markus Hinterh�user, Antonello Manacorda u.v.a.
Buch & Regie: Regina Schilling � Montage: Carina Mergens � Kamera: Johann Feindt, Piotr Rosolowski, Axel Schneppat, Jule Katinka Cramer, Thomas Keller, Hajo Schomerus � Ton: Miguel Murrieta V�squez, Christian Lutz, Filipp Forberg � Tongestaltung & O-Ton: Andreas Hildebrandt � Mischung: Matthias Lempert � Postproduktion: Swen Linde, Uta Huerter, Ninette Botha, Tanja L�ke � Redaktion: Christian von Behr, Martina Z�llner � Herstellungsleitung: Tassilo Aschauer � Produzent: Thomas Kufus

Eine Produktion von zero one film in Koproduktion mit ARTE/RBB � Gef�rdert von Medienboard Berlin-Brandenburg, Film- und Medienstiftung NRW, BKM und DFFF � Verleih gef�rdert von BKM und FFA � Im Verleih der Piffl Medien

D 2022 | 118 min | DCP | 1:1,85 | 5.1


Pressestimmen

Ein kleines Meisterwerk � Der Film hat eine besondere Dynamik, einen richtigen Sog. Es geht in Konzerts�le, Aufnahmestudios. Das Dabeisein bei den Aufnahmen hat schon hohen Schauwert. (�) Regina Schilling ist eine Regisseurin, die einen besonderen Blick daf�r hat, in ephemeren Dingen das Allgemeine zu entdecken.
HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

Regiestatement

Als Kind habe ich das Klavierspielen geliebt, aber das �ben und den Unterricht gehasst. So wurde das eine sehr kurze Episode in meinem Leben. Aber ich erinnere mich gut daran, was mit den Melodien passierte, die ich spielte. Sie verwandelten sich in Geschichten. Es gab Gefahren, Abenteuer, und es gab Rettung in letzter Minute. Ich glaube, ich verstehe Igor Levit, wenn er sagt, mit der Musik erz�hle er Geschichten, Geschichten �ber Menschen.

Auch ich bin eine Geschichtenerz�hlerin. Was mich immer wieder interessiert in meinen Filmen, ist die Frage: Woher kommt die Kunst? Aus der Biografie? Ist sie eine �g�ttliche Gabe�? Wie verh�lt sich das bei Igor Levit? Im Alter von 8 Jahren mit seiner j�dischen Familie aus Russland nach Deutschland gekommen, hat er die ersten Jahre seiner Kindheit faktisch vergessen. Aber seine H�nde erinnern sich daran, dass er bereits mit drei Jahren Klavierunterricht erhalten hat.

Was ist der Schl�ssel zu der unglaublichen emotionalen und k�nstlerischen Intensit�t seiner musikalischen Interpretation? Wie verwandelt Levit Musik in einen Seelenzustand? Wie lebt es sich mit einer so gro�en Begabung, die so viele Menschen gl�cklich macht, f�r die Begabten selbst aber vielleicht zur Verpflichtung, zur Last werden kann? Versp�rt Igor Levit manchmal den Drang, aus seinem �ber Jahre im voraus verplanten Leben auszubrechen, die Freiheit zu suchen? Wieviel Freiheit steckt in der Musik?

Wir drehten von Mai 2019 bis Dezember 2020 und durften Igor Levit begleiten, zu Konzerten, Proben und Aufnahmen. Sprachen anfangs vor der Kamera �ber seinen Werdegang und seine Zukunftspl�ne. Und wir rasselten mit ihm gemeinsam in die Krise, in den Corona-Lockdown. Sie bescherte ihm viele dunkle Stunden, sie �ffnete ihm aber auch neue M�glichkeiten. Die Musik hat ihn gerettet, so sagt er. Und so wurde auch unser Film ein anderer. Es wurde ein Film �ber die Musik und die Arbeit an der Musik, auch �ber den K�rper und das H�ren, �ber die Verbindung, die sich zwischen Musizierenden und Zuh�renden herstellt. Manche der Fragen, die ich mir anfangs stellte, sind hier, jenseits der Sprache, vielleicht am besten beantwortet.

Regina Schilling

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Presseheft:

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Spieltermine

Premieren und Previews

Sonntag, 05.02. - 17:00 Uhr
Leipzig, Schaubühne Lindenfels
Vorstellung in Anwesenheit von Regina Schilling

Reguläre Spieltermine

Stadt Kino Von Bis
AchimKommunales Kino 09.02.202310.02.2023
Bad PyrmontKronenlichtspiele 02.02.202308.02.2023
Bad Waldseeseenema 30.03.202312.04.2023
BargteheideKino im Kleinen Theater Bargteheide 04.03.202304.03.2023
BerlinACUDkino 19.01.202301.02.2023
BerlinDelphiLux 29.01.202329.01.2023
BerlinKino im Planetarium 29.01.202329.01.2023
BrühlZoom Kino 01.02.202301.02.2023
BurgBurg–Theater 20.01.202324.01.2023
BurghausenAnkersaal 24.03.202324.03.2023
EmdenCinestar 13.03.202315.03.2023
FeuchtwangenKulturKino – Regina Lichtspiele 04.02.202304.02.2023
GaggenauMerkur Film Center 05.02.202326.02.2023
GautingBreitwand 26.01.202326.01.2023
HannoverKino am Raschplatz 28.01.202328.01.2023
HannoverApollo Programmkino 25.02.202329.03.2023
Heide/HolsteinLichtBlick 21.06.202321.06.2023
HeidelbergAugustinum 28.04.202328.04.2023
HeilbronnKinostar Arthaus 27.02.202327.02.2023
HerdeckeFilminitiative Onikon 12.02.202312.02.2023
KleinmachnowNeue Kammerspiele 20.01.202317.02.2023
KölnFilmpalette 27.01.202327.01.2023
LeipzigSchaubühne Lindenfels 05.02.202305.02.2023
Leverkusen–OpladenScala Cinema 29.01.202329.01.2023
LörrachCineplex Metropolis 31.01.202331.01.2023
MünchenStudio Isabella 26.01.202301.02.2023
MünchenAugustinum Neufriedenheim 23.02.202323.03.2023
Neustadt in HolsteinKommunales Kino in Holstein 22.02.202322.02.2023
OldenburgCasablanca 19.01.202330.01.2023
PforzheimKommunales Kino 04.02.202304.02.2023
SoestKulturhaus Alter Schlachthof 28.01.202328.01.2023
TrostbergStadtkino 02.02.202308.02.2023
Vechta Schauburg Cineworld 06.03.202308.03.2023